Praktisch: Ein Colorpicker in DHTML
Gregor Ottmann | November 22, 2006 on 1:20 pm | In AJAX, JavaScript, Tools | No CommentsFarbe ist gut für Websites - weiße Schrift auf weißem Grund ist nicht besonders gut lesbar und vermittelt nicht auf den ersten Blick, was man zu vermitteln wünscht. Noch besser ist einstellbare Farbe, denn persönliche Vorlieben wie rote Schrift auf tiefblauem Grund sollten dort bleiben, wo sie hingehören: Auf dem Display des farbenblinden Entwicklers, der sowas toll findet. Allgemein geht der Trend ja zur freien Konfigurierbarkeit von allem Möglichen, und da ich Farbe für möglich halte, sollte man auch diese konfigurieren können. Verzeiht meine sprachliche Verwirrung an diesem Tag, ich bin irgendwie mental nur teilweise kohärent.
Auch teilweise kohärent kann ich aber gerade noch so den Link zu einem recht netten AJAX-Colorpicker namens “ColorJack” mit hübsch freier Lizenz ausbringen, wegen dem ich gerade das Administrationswerkzeug dieses Blogs auf meinen Bildschirm zu bringen beliebte. Sieht hübsch aus, macht genau, was es soll, passt. Sollte man viel öfter verwenden.
Die Dunkle Materie des Internet
Gregor Ottmann | November 17, 2006 on 8:30 am | In Aktuelles, Vermischtes | No CommentsObwohl sich Webentwickler ständig über Browserkompatibilitätsfragen aufregen, gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, nie wieder Stress mit solchen Problemen zu haben: Man lässt das Entwickeln sein und züchtet Schafe in Neuseeland. Das ist nicht nur weitaus entspannender als HTML-Gefrickel, nein, man hat auch immer hübsch warme Pullover und einen anständigen Braten am Sonntag. Problem gelöst, der nächste bitte.
Ach, Ihr hängt irgendwie an Eurem Job, obwohl Ihr Euch damit auseinandersetzen müsst, dass die dokumentierten Standards das Papier nicht wert sind, auf dem man sie sich nicht ausdruckt? Dann sieht’s natürlich arg düster aus. Kein Pullover, kein Braten und definitiv kein Stück Javascript-Code, das auf Anhieb überall funktioniert. Aber vielleicht kann ich wenigstens etwas Trost bieten, auch wenn das letztendlich nichts zum Gelingen der Stressprojekte beiträgt.
Ich bin nämlich über einen Blogpost gestolpert, in dem ein Opera-Entwickler beschreibt, warum seine Haare vorzeitig ergrauen und so mancher seiner Tage eher suboptimal ist. Der arme Kerl muss sich nämlich nicht nur mit Kompatibilität seines HTML-Zeugs zu den verschiedenen Browsern rumschlagen, nein, der muss auch noch einen Browser entwickeln, der all das zu vereinen versucht. Wenn Ihr also mal wieder über irgendeine Browsermacke flucht, zählt bis 10, denkt an den Typen und wisset, dass es noch viel schlimmer kommen könnte. Und viel schlimmer kommen wird, spätestens beim nächsten MSIE-Release.
Sicher angemeldet mit JSP und Transec
Gregor Ottmann | November 16, 2006 on 4:38 pm | In Know-How, Tools | No CommentsDie Benutzeranmeldung im Browser ist eine schöne Sache: Der Benutzer gibt Usernamen und Password ein, die dank der Benutzung eines unsicheren Browsers reichlich vorhandene Spyware greift die Daten ab und zwei Tage später ist das Konto leer, weil irgendwer mit den geklauten Bankdaten 15 Tonnen “h3 rBal \/i4gra” oder sowas in der Art bestellt hat. Oh schöne neue Welt, in der solche Programme leben!
Als Entwickler ist man natürlich bestrebt, derlei Problematiken von seinen Kunden beziehungsweise deren Websitegästen fernzuhalten, doch ganz so einfach ist das bekanntlich nicht: Was der Browser weiß, kann der Schadcode auch auslesen, und wenn der Browser Technologien wie ActiveX unterstützt, sind Hopfen und Malz sowieso oft verloren oder dahin verreist, wo der Pfeffer wächst. Tja, da kann man nix machen, oder?
Doch, kann man. Oder könnte man, wenn man die Zeit hätte, um sich irgendwelche total ausgefallenen Mechanismen zur Benutzeranmeldung einfallen zu lassen und diese auch zu implementieren. Die hat man aber nicht, weil die Deadline bekanntlich immer viel zu nahe, das Budget viel zu knapp und sowieso alles viel zu hektisch ist. Folgt daraus, dass der Benutzer halt sehen muss, wo er bleibt? Im Regelfall schon, aber Ihr habt ja das SKYTEC-Entwicklerblog, das Euch den entscheidenden Wissenvorsprung gibt, den sonst nur Slashdot-Leser haben!
Bei besagtem Informationbazar habe ich nämlich von einer quelloffenen JSP-Taglib für extrem sichere Benutzeranmeldung namens “Transec” gelesen, die mir sehr interessant erscheint, obwohl der Name bei mir zuerst mal eine Assoziation mit Männern in Frauenkleidern geweckt hat. Egal, nur weil der Name nicht zu 100% glücklich gewählt wurde oder meine assoziativen Fähigkeiten mal wieder rumspinnen, muss man sowas ja nicht gleich verwerfen. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, dieses gelegentlich mal auszuprobieren und im Erfolgsfall bei zukünftigen Angeboten zu berücksichtigen - man weiß ja nie, welchen Browser die potenziellen Endkunden benutzen werden.
Jetzt gibt es für unser ITIL-Tool auch Pressetexte!
Gregor Ottmann | November 16, 2006 on 3:52 pm | In Interne Werbung | No CommentsNur ganz am Rande angemerkt: Gerade habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Pressemitteilung über eine Software, an der ich maßgeblich mitgearbeitet habe, gelesen. Doch, das ist ein verdammt gutes Gefühl - auch wenn ich den Text schon kannte, weil ich ihn zusammen mit MSchaumberger verfasst habe… Macht nix, das Ego fühlt sich trotzdem gestreichelt und so manche Überstunde wirkt gleich viel gerechtfertigter. Jetzt müssen nur noch alle Firmen dieser Welt besagte Software kaufen, damit ich mir von der Firma einen Ferrari zu Weihnachten wünschen darf. Und Benzin für 15 Jahre, das will ich bei so einer Karre nämlich lieber nicht selber bezahlen müssen.
Ach ja, natürlich gibt es auch eine PDF-Version, die auch noch ein paar bunte Bildchen enthält: PDF-Version der Pressemitteilung.
Suchmaschinenoptimierung für Anfänger
Gregor Ottmann | November 15, 2006 on 6:10 pm | In Know-How | 1 CommentEs ist ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn man eine feine Website zusammengesteckt hat, mit Katzenbildern, Gedichten, einem Amazon-Partnershop und Google-Werbung drauf - nur ist es wenig lustvoll, wenn der mühsam fremdverlinkte Zugriffscounter nach einem Jahr immer noch auf “3″ steht und dokumentiert, dass kein Mensch die Seite gefunden hat. Noch ätzender stellt sich das ganze übrigens dar, wenn man eine Website für einen Kunden gebaut hat, der zwar keine Katzenbilder publiziert, dafür aber eine Menge Geld in die Hand genommen hat… Man macht sich ja normalerweise gar keine Vorstellung davon, wie wichtig es diesen Leuten ist, dass tatsächlich irgendwer ihr Angebot nutzt.
Gut, es wird also Zeit für etwas Suchmaschinenoptimierung, damit die Welt durch Google und die anderen Suchdienstleister erfährt, was man Schönes gebastelt hat. Sofern man von dem Thema keine Ahnung hat, kann das allerdings böse in die Hose gehen. Merke: Sekundenkleber am Zeigefinger und die Verachtung von Google sind für die Ewigkeit, also sollte man bei den entsprechenden Tätigkeiten ruhig vorsichtig sein.
Erfreulicherweise hat mein alter Freund JBeus von der Firma Sistrix neulich einen Anfall schriftstellerischer Kreativität gehabt, dessen Ergebnis ein durchaus lesenswerter Anfängerleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung von Websites ist, den ich meinen Lesern einfach mal ans Herz legen will. Schließlich wollen wir ja alle, dass unsere Katzenbilder so richtig bekannt werden, oder?
Wenn der Browser nur Zeichensalat datenbankt…
Gregor Ottmann | November 6, 2006 on 4:06 pm | In Know-How | 1 CommentMan stelle sich eine Webapplikation vor, so eine mit einem Formular. Des weiteren sei an unserem Gedankenspiel ein Benutzer beteiligt, der Daten in dieses Formular einträgt, beispielsweise seinen Nachnamen. Das hypothetische Szenario wird so lange niemanden beunruhigen, wie alle erfassten Daten harmloser Natur sind, aber was wäre, wenn der Benutzer mit Nachnamen “Müller” hieße? Wenn alle Beteiligten Systeme zufällig Latin-1 sprechen, ist die Welt in Ordnung, aber wehe, wenn irgendwo UTF-8 verwendet wird. In diesem Fall ist eine sofortige Explosion der Großhirnrinde bei dem Entwickler zu befürchten, der sich um die Supportanfrage wegen der komischen Sonderzeichen kümmern muss, die plötzlich auf der Website auftauchen.
Meine bisherigen Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es in den meisten Fällen erstaunlich wenig gibt, was man in so einem Fall tun kann - außer vielleicht, nach Jamaica auszuwandern und keine Adresse zu hinterlassen. Um aber wenigstens genau zu verstehen, was einem den Tag mal wieder versaut hat, sollte man sich mal den Artikel über die Zeichensatzspielereien zwischen Browser und Datenbank ansehen, von dem mir PFuchs berichtet hat. Wie gesagt: Retten wird einen das nicht, aber man hat dann wenigstens etwas, worüber man am Jamaicanischen Strand nachdenken kann, während man seinem alten Leben in der IT keine Träne nachweint und stattdessen den Rum zu sich nimmt, den man im Arbeitsleben immer dann gerne gehabt hätte, wenn jemand sowas wie “wir haben ein Encoding-Problem” gesagt hat.
Fein über die Website getourt
Gregor Ottmann | November 6, 2006 on 3:54 pm | In Tools | No CommentsPoah, immer diese Anwender… Da müht man sich Tag und Nacht redlich ab, ihnen eine schicke Webapplikation hinzustellen, und was passiert? Die Hälfte der Funktionen finden diese undankbaren Personen erst gar nicht, die andere Hälfte wird falsch bedient. Da ist es doch kein Wunder, dass ich die meiste Zeit schmollend am Arbeitsplatz sitze und komische Zeug vor mich hinbrabbele, oder?
Es gilt, etwas zu unternehmen. Das Volk muss aufgeklärt werden, jemand muss ihm zeigen, wo der Hummer hängt bzw. wo man überall hinklicken kann, um die ganzen schicken Features zu benutzen, für deren Erstellung man Blut, Schweiß, Tränen und Koffein geopfert hat! Und wenn schon nicht jemand, dann doch bitte wenigstens etwas - etwas wie der sehr praktische Website-Tourgenerator namens “Amberjack”, auf den ich irgendwo gestoßen und bin. Das “irgendwo” kann ich nicht näher beschreiben, weil ich gleich angefangen habe, heftig zu klicken, und danach habe ich vergessen, woher ich gekommen bin. Kann schon mal passieren, wenn man irgendwas cool findet…
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