Verletzt Hibernate ein Patent?

Gregor Ottmann | Juni 29, 2006 on 11:58 am | In Aktuelles, Datenbanken | No Comments

Wenn man heutzutage eine etwas umfangreichere Java-Applikation baut, kommt man recht oft recht zügig an den Punkt, an dem man Hibernate einbindet - schließlich ist es kein Zeichen besonderer Männlichkeit mehr, wenn man seinen SQL-Code selber schreibt. Zumindest für amerikanische Entwickler könnte der Griff zum Einschläferer aber bald eine Sache werden, die ein komisches gefühl in der Magengegend provoziert, denn angeblich verletzt Hibernate ein Patent.

Mir fällt dazu offen gestanden nur eins ein, nämlich dass Softwarepatente der wohl krasseste Innovationskiller sind, den man sich vorstellen kann. OK, besonders neu ist die Erkenntnis nicht, aber an diesem Beispiel sieht man mal wieder ganz gut, wie schnell es jeden von uns treffen kann…

Formatierte Websitesourcen und mehr

Gregor Ottmann | Juni 28, 2006 on 3:06 pm | In Tools | No Comments

Gelegentlich ist man gezwungen, sich den Sourcecode einer Website anzusehen, obwohl dieser schauderhaft aussieht - beispielsweise, weil er von einem Script generiert wurde. Bisher habe ich in so einem Fall immer die Datei abgespeichert, sie durch einen Code-Formatter gejagt und geschaut, was dabei rauskommt. Umständlich, aber es funktioniert.

Da ich kein Freund von Umständlichkeiten bin, habe ich mich sehr gefreut, als MHenze mir von einem sehr kompakten Firefox-Plugin zur Anzeige formatierter Websitesourcen berichtet hat. Ich freue mich ja schließlich über jede Handbewegung, die ich nicht ausführen muss, und davon gibt es jetzt eine ganze Menge - allein schon deshalb, weil das Plugin externe Javascript-Dateien automatisch holt und in die Sourcecode-Anzeige einbettet.

Als ich das PRogalinski gezeigt habe, hatte er übrigens gleich ein noch viel krasseres Plugin namens “FireBug” am Start, das allerdings nicht so hübsch kompakt ist. Dafür kriegt man so ungefähr jede Funktion, die man sich jemals fürs DOM-Debugging gewünscht haben könnte, insofern mag ich diesen Zusatzhinweis auf keinen Fall unterschlagen.

Abhängigkeiten zwischen JARs analysieren

Gregor Ottmann | Juni 23, 2006 on 1:03 pm | In Tools | No Comments

Wenn man ein größeres Java-Projekt über längere Zeit weiterentwickelt, wird man irgendwann eines der hässlichsten Java-Probleme überhaupt haben: JAR-Bloat. Gemeint ist ein Verzeichnis namens “libs”, in dem sich 723465345 JAR-Files befinden, von denen man nicht mehr genau weiß, ob und wofür sie eigentlich genutzt werden - man traut sich aber auch nicht, irgendwas zu löschen, weil man befürchtet, sonst an irgendwelchen obskuren Stellen ganz böse Fehler zur Laufzeit zu provozieren. Die Lust, den ganzen Quellcode zu analysieren, um die unbenötigten Teile loszuwerden, ist meist eher gering, und so wächst das Distributionspaket des Projekts im Lauf der Zeit monoton an. Was soll’s heutzutage hat man ja große Festplatten.

So richtig ordentlich ist es natürlich nicht, wenn man das Problem einfach ignoriert. Stattdessen kann man auch einfach mal den Jar-Analyzer von Kirk Knoernschild über das Lib-Verzeichnis rascheln lassen und sehen, was dabei rauskommt. Mit etwas Glück kann man eine Menge Ballast loswerden, und wenn das nicht der Fall sein sollte, weiß man wenigstens, wofür der ganze Kram eigentlich benötigt wird. Für diesen Tool-Hinweis dürfen wir CSpeldrich wohl recht dankbar sein, denke ich.

Einfacher webservicen mit Java 6

Gregor Ottmann | Juni 22, 2006 on 9:18 pm | In Aktuelles, Know-How | No Comments

Webservices sind hip, machen Spaß und sorgen dafür, dass Microsofties und Sonnenanbeter sich endlich vertragen. Alles wunderbar, nur ist es ein jämmerliches Gefrickel, so eine Funktion ins Web zu kriegen, wenn man nicht zuviel zur Windows-Fraktion der Entwicklerwelt gehört. Manche Leute finden es bestimmt ganz einfach und angenehm, das AXIS-Servlet in irgendeinen Container zu stopfen und es zu konfigurieren, aber als alter Querulant will ich das einfacher haben. Viel einfacher.

Ja, kann ich kriegen, wenn ich noch etwas Geduld aufbringe. Wie ich nämlich in Danny Cowards Blog gelesen habe, werden Webservices mit Java 6 nur noch eine Sache von einer Annotation und einer Zeile Code sein - SO muss das aussehen, jawoll. Jetzt fehlt nur noch eine Möglichkeit, eine Datasource in einem Container wie JBoss ohne Gehirnbruch beim JNDI-Gebastel zu deployen, zu mappen und zu verwenden, dann bin ich glücklich. Vorerst.

Löst Virtualisierung wirklich irgendein Problem?

Gregor Ottmann | Juni 21, 2006 on 10:16 am | In Know-How | No Comments

Momentan ist “Virtualisierung” ein Hype, der eigentlich nur noch von einer gewissen Weltmeisterschaft an Penetranz geschlagen wird. Diese Meisterschaft haben wir allerdings in ein paar Wochen überstanden, mit virtuellen Servern werden wir noch eine Zeit lang konfrontiert werden, vermute ich.

Ich sehe sofort ein, dass man als Entwickler gerne mal ein paar VMWares mit Servern für die Testumgebung aufsetzt, weil man ja doch nicht unbedingt eine Oracle, ein OpenLDAP und noch irgendwelchen anderen Kram auf seiner Kiste laufen haben will. Ob aber auch die Virtualisierung von Produktivsystemen so eine richtig bombige Idee ist, liegt wohl im Auge des Betrachters. Jörg Möllenkamp macht beispielsweise in seinem Artikel über den fraglichen Nutzen der Virtualisierung durchaus den Eindruck eines sehr skeptischen Betrachters, und ich schließe mich da zumindest teilweise an.

Wieso ich skeptisch bin? Ich musste mich in letzter Zeit viel mit Inventarisierung und ITIL-Prozessen rumschlagen, und der Gesichtsausdruck des ITIL-Trainers, als ich ihn nach der Zuordnung von virtuellen Servern, die über verschiedene VMWares hin- und herfloaten gefragt habe, hat einiges ausgesagt. Sieht ganz so aus, als wäre der eine Hype hier nicht ganz so gut für den anderen, und ich bin durchaus gespannt, wie das mal aufgelöst wird.

Customtags in PHP

Gregor Ottmann | Juni 11, 2006 on 9:29 am | In Know-How, PHP | 1 Comment

Eines der für mich interessantesten Features in JSP sind die Customtags, die man sich basteln kann - richtig eingesetzt bieten diese kleinen Freunde die Möglichkeit, den HTML-Wizards ein paar gute Werkzeuge anzubieten, ohne dass sie gleich Java lernen müssen. OK, angesichts aktuellerer View-Technologien wie Tapestry wirkt das Konzept vielleicht nicht zu 100% zeitgemäß, aber ich finde es trotzdem irgendwie sexy.

PHP-Entwickler können normalerweise nur neidisch auf die Java-Welt schielen, wenn es um diesesFeature geht, da PHP nunmal etwas anders funktioniert und keine vergleichbaren Spielereien anbietet. Macht nix, schließlich kann man die Customtag-Funktion in PHP relativ einfach nachbauen, wenn man will. Abgesehen davon ist der zugrundeliegende “Trick” auch für ganz andere Sachen gut geeignet, so dass man sich die kurze Anleitung auch dann ruhig mal ansehen sollte, wenn man zwar keine Customtags braucht, dafür aber auch noch nie etwas von “output buffer callbacks” gehört hat.

Kostenloses Zwei-Wege-UML im neuen Netbeans

Gregor Ottmann | Juni 7, 2006 on 1:20 pm | In NetBeans | No Comments

Ich war immer schon der Ansicht, dass man so ganz ohne Netbeans nicht leben kann, sogar wenn man IDEA hat - ganz einfach deswegen, weil man in keinem anderen Tool so einen schönen Editor für das geliebte GridBagLayout bekommt. Langsam bekomme ich allerdings den Eindruck, dass Netbeans mehr als nur meine zweite Wahl werden könnte, wenn die 5.5 mal final ist…

Aktueller Anlass für diesen Gedanken ist die Flash-Vorführung des Zwei-Wege.-UML-Modellings in Netbeans 5.5, von der mir MHenze berichtet hat. Ich gestehe: Mein Kiefer senkte sich recht schnell unter das Niveau der Schreibtischplatte und der Speichel floss fast schneller, als ich aufwischen konnte. Sicher, sowas hat man anderswo schon gesehen - aber kostenlos? Ich bin schwerst beeindruckt und denke mir, dass die Jungs bei IntelliJ sich echt was einfallen lassen müssen.

Apache geclustert und komprimiert

Gregor Ottmann | Juni 6, 2006 on 1:38 pm | In Know-How | No Comments

Wenn die Requests auf eine Website einprasseln, kann es schon mal kritisch werden - ein Indianer allein ist dann manchmal glatt überfordert und man würde sich eventuell einen ganzen Stamm wünschen, der gemeinsam die Anfragen beantwortet. Eogentlich ist das auch gar nicht schwer, und wie es im Detail geht, erfährt man in dem netten Tutorial zur Konfiguration lastbalancierter Apachen, das ich heute für Euch anzubieten habe.

Wenn man nun einen ganzen Indianerstamm verpflichtet hat, wird bestimmt auch die eine oder andere redselige Squaw mit von der Partie sein, die durch ihre Texte die Telefonrechnung in die Höhe treibt - doch auch dagegen kann man etwas tun. Man befolgt einfach die Anleitung zur Aktivierung der Contentkompression im Apache, die mir quasie zeitgleich in die Finger fiel, schon wird die Sache viel bezahlbarer. Wenn besagte Squaw natürlich Bilder tauscht, hilft auch das nix mehr, denn komprimierte Binaries sind nunmal nicht mehr wirklich kleiner zu kriegen.

(Man möge mir die politisch unkorrekte Bezeichnung amerikanischer Ureinwohner als “Indianer” sowie die Anspielung auf die selbstverständlich nur in Vorurteilen existente Geschwätzigkeit der Frau an sich verzeihen. Ich hab’s natürlich nicht so gemeint, aber derartige Wortspiele zu verschenken, wäre Frevel gewesen.)

Das Generics-Quiz

Gregor Ottmann | Juni 1, 2006 on 11:49 am | In Know-How | 1 Comment

CPeldrich hat mir von einem Quiz zu Java-Generics berichtet, dass ich gleich mal ausprobieren musste. Oh Mann, es wäre besser für mein Ego gewesen, wenn ich das nicht getan hätte: Die 5 von 14 Punkten mit der Empfehlung, mir doch mal das Generics-Tutorial von Sun anzusehen, waren echt ziemlich deprimierend.

Fragt sich nur noch eins: Bin ich doof oder sind die Generics in Java nicht wirklich intuitiv?  Wehe, wenn hier jemand falsch antwortet!

Entries and comments feeds. Valid XHTML and CSS. ^Top^

xml :RSS2-Feed