Was die GPL ist und was nicht. Oder so.

Gregor Ottmann | August 31, 2006 on 10:52 am | In Know-How, Vermischtes | No Comments

Die GPL schafft es immer wieder, mich zu verwirren… Bestes Beispiel ist die MySQL: Wenn man 5 Leute fragt, ob man in einer bestimmten Situation die kommerzielle Version braucht oder die GPL-Variante einsetzen darf, kriegt man im Regelfall 6 verschiedene Antworten. Wenn mich noch einmal ein Chef fragt, ob wir für ein bestimmtes Projekt MySQL-Lizenzen kaufen müssen, passiert mir das, was regelmäßige Leser als Folge der Aufforderung zum Excel-Import in Java kennengelernt haben.

Wie dem auch sei, die Welt ist nicht gut, freundlich und unter BSD-Lizenz stehend, sondern böse, teilweise kommerziell und oft verGPLt. Was das genau bedeutet, weiß man selten, schließlich weiß man ja nicht mal, wie man “verGPLt” aussprechen soll. Jeder noch so schwache Lichtschein in diesem Dunkel ist willkommen, und so verweise ich mit großer Freude auf den Artikel über 10 Missverständnisse im Zusammenhang mit der GPL, auf den mich PRogalinski aufmerksam gemacht hat. Und kaufe dann eine kommerzielle Lizenz für die blöde MySQL, weil das immer noch die sicherste Vorgehensweise ist.

Faszinierende Papierformate

Gregor Ottmann | August 29, 2006 on 1:58 pm | In Vermischtes | No Comments

OK, ich gebe es zu: Der ausführliche Artikel über Papierformate und ihre Geschichte, den ich heute gefunden habe, hat in einem Entwicklerblog nur bedingt etwas verloren. Ich argumentiere jetzt aber einfach mal so, dass man ja doch gelegentlich irgendwas ausdrucken muss und… Ach, egal, ich musste es halt einfach ins Blog bringen, weil ich es so interessant fand.

Besonders schön ist übrigens mal wieder die Haltung der USA und ihrer Nachbarn zu diesem Thema:

The United States, Canada, and in part Mexico, are today the only industrialized nations in which the ISO standard paper sizes are not yet widely used.

Noh leckerer ist der Umstand, dass die Kanadier nicht mal das US-System benutzen, sondern sich etwas ganz eigenes ausgedacht haben…

Von Excel zu Java mit Annotations

Gregor Ottmann | August 29, 2006 on 1:35 pm | In Know-How, Tools | No Comments

Es gibt ein paar klassische Aussagen von Kunden und Consultants, die zu viel mit Kunden zu tun haben - und eine davon ist “Die Daten importieren wir dann aus einem Excel-Sheet”. Ich will gar nicht wissen, wieviele Java-Programmierer sich bei dem Satz schon die Zungenspitze abgebissen oder einen zeitnahen Amoklauf geplant haben, aber es werden schon ein paar sein, nehme ich an.

(Nur für die Akten: Meine Zunge ist noch ganz und ich besitze keine Waffen, dafür habe ich schon einige in diesem Punkt enttäuschte Kunden hinterlassen. Und Consultants sowieso.)

Nun, wenn man mit zerfledderter Zunge und rauchendem Lauf zurück ins Büro kommt, muss man sich meist doch noch mit dem Problem auseinandersetzen, und für diese Situation habe ich einen sehr interessanten Tipp von Progalinski bekommen. Der hat nämlich ein Toolkit, das Excel-Files in mit Annotations verzierte POJOs überführt, gefunden - eine, wie ich meine, leicht verdrehte aber sicherlich hochgradig geniale Idee. Eine Idee, wie sie nur von einem Japaner kommen konnte. Von einem Japaner mit vernarbter Zungespitze.

Nachteil der Lösung: Bis jetzt gibt es nur eine frühe, verbugte und ausschließlich japanisch dokumentierte Beta. Nun, wir Entwickler sind bekanntlich abenteuerlustig und japanophil, folglich macht das nix. Und wenn dann doch alles brechen sollte, nehmen wir halt sowas wie POI-HSSF - das ist aber vergleichsweise langweilig, oder?

Tabellen mit AJAX und XSLT

Gregor Ottmann | August 25, 2006 on 2:51 pm | In AJAX, JavaScript, Know-How | No Comments

Ich gebe zu, dass ich als oldschooliger (bitte lesen als: mittlerweile seniler) Ex-HTML-Hacker immer ein ganz komisches Gefühl habe, wenn es um AJAX geht. Die Ergebnisse sehen cool aus, aber tief in meinem Innersten bin ich fest davon überzeugt, dass die Bezeichnung “Teufelszeug” wahrscheinlich sehr zutreffend ist. Als ich heute einen Artikel über die Erzeugung von sortierbaren Tabellen mit AJAX, JavaScript und XSLT gelesen habe, hat sich dann auch erwartungsgemäß ein Druck im Bereich der Großhirnrinde gebildet, der möglicherweise dazu führen könnte, dass mir heute noch der Kopf platzt, sofern ich nicht eine sofortige Druckentlastung durch das codieren einer Website mit Tabellen als maßgeblichem Layoutwerkzeug durchführe. Mit Blind-GIFs natürlich. Und einem “under construction”-Logo. Ich denke, ich werfe gleich mal meinen Editor an und tue das, bevor schlimmeres passiert…

HTML-Mails mit Bildern drin

Gregor Ottmann | August 24, 2006 on 11:56 am | In Know-How | No Comments

Sogar bei durchaus respektablen Newsletterversendern gibt es immer wieder HTML-Mails, die bei mir ohne die Bilder im Text ankommen. Warum? Weil ich selbstverständlich die Anzeige von Spam-Mail-Verifikatoren, d.h. externen Bilddaten, deaktiviert habe und diese Versender zu doof sind, um ihre Bilder korrekt in die HTML-Mail zu integrieren. Blöd, vor allem wenn mal wieder eine eigentlich völlig legitime Mail reinkommt, von der ich aber so gut wie nix sehe, weil sie fast nur aus Bildern besteht…

Wenn man solche Effekte bei selbst verschickten HTML-Newslettern vermeiden will, sollte man sich mal das Tutorial zum versenden von HTML-Mails mit integrierten Bilddaten aus Java-Programmen ansehen, das ich heute gefunden habe. Das Ding ist zwar vom Beispiel her ziemlich arg speziell für JBoss gemacht, aber wenn man den Code aufmerksam liest, rafft man schon, wie es gemeint ist.

Einn kostenloses Buch über Objektorientierung

Gregor Ottmann | August 24, 2006 on 10:49 am | In Know-How, Vermischtes | No Comments

Zuallererst (schreibt man das zu sammen?) möchte ich mich bei der werten Leserschaft für die lange Stille entschuldigen - nur ging es leider in letzter Zeit nicht recht anders. Dummerweise wollen Arbeitgeber ja nicht nur Geld, sondern auch Arbeit geben, und in letzter Zeit war Geben seliger denn Nehmen oder so - jedenfalls gab’s für mich definitiv zuviel zu tun, um ordentlich zu bloggen. Achja, die neue XBox 360 zuhause ist auch nicht wirklich unschuldig. Und natürlich meine Katzen, diese fiesen Zeitfresser… Wie auch immer.

Um nicht ganz in Vergessenheit zu geraten, möchte ich heute jedenfalls schnell auf das kostenlose “Praxisbuch Objektorientierung” von Galileo Computing hinweisen, das sicherlich für so manchen Umsteiger von PHP4 auf PHP5, Java oder sonstige OO-Sprachen sehr hilfreich sein kann. Ein Programm ist halt schließlich noch nicht wirklich objektorientiert, nur weil man vor die 8000 Zeilen lange Main-Methode ein “class”-Schlüsselwort gesetzt hat. Besonders fein finde ich dabei, dass es auch ein paar Worte zur stark gehypten Programmierung mit Aspekten gibt und dass die Autoren sich nicht an eine bestimmte Sprache gebunden, sondern ihre Beispiele in Java, C++, C# und Ruby formuliert haben. Objektorientierung ist ja schließlich kein spezielles Sprachfeature, sondern eine Denkweise, eine Philosophie, eine Weltanschauung und selbstverständlich DIE LÖSUNG. Mit verdienten Großbuchstaben. Außer natürlich, wenn sie einem mal nicht weiterhilft, aber darüber denken wir dann nach, wenn wir tatsächlich mal in so eine Situation kommen.

So, ich schreibe jetzt weiter Angebote, bevor ich zu XBox und Katzentieren heimfahren darf. Wenn ich mal wieder etwas Zeit habe, melde ich mich wieder.

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