Noch eine Bedeutung für “SOA”
Gregor Ottmann | März 23, 2006 on 9:14 am | In Aktuelles |Manche Abkürzungen tun mir echt leid, weil sie noch überstrapazierter als ein Entwickler kurz vorm Abgabetermin sind - eine davon ist “SOA”. Diese unschuldig wirkenden drei Buchstaben tragen wohl mehr zur Verwirrung in Projektmeetings bei, als es hochdosierter Alkohol zu tun vermag.
Schon seit längerer Zeit ist es ja üblich, dass Consultants und Entwickler mit diesem Akronym gepflegt aneinander vorbei reden - die einen meinen den Sarbanes-Oxley-Act, die anderen haben ServiceOrientierte Architekturen im Kopf. Interessanterweise habe ich übrigens schon mal eine zweistündige Präsentation erlebt, in der es nicht mal aufgefallen ist, dass die beiden Hälften des anwesenden Publikums von völlig unterschiedlichen Vortragsthemen ausgegangen sind… Sowas kann einem halt passieren, wenn man eine Auditing-Software serviceorientiert implementiert.
BenQ/Siemens sorgt jetzt für eine weitere Verkomplizierung der Sachlage, und zwar mit den so genannten “Services Over Air”, d.h. automatischen Updates für Mobiltelefone, die direkt über die Funkleitung geschoben werden. Ich will mir lieber gar nicht vorstellen, was mit dieser zusätzlichen Interpretation des Kürzels passieren kann, wenn Serverprogrammierer, Handyhacker und Consultants gemeinsam in einem Kickoff-Meeting sitzen und plädiere deshalb für eine sofortige Umbenennung in “Software Over Air”. OK, ich gebe zu, dass das auch nicht viel bringen würde und danke lieber JKuehner für den Link, statt mich noch weiter als Akronymentwickler zu versuchen.
1 Kommentar »
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Hm, die SOA als Start Of Authority im BIND/DNS gibt’s da ja auch noch
/dossi
Kommentar von dossi — April 9, 2006 #