Löst Virtualisierung wirklich irgendein Problem?

Gregor Ottmann | Juni 21, 2006 on 10:16 am | In Know-How |

Momentan ist “Virtualisierung” ein Hype, der eigentlich nur noch von einer gewissen Weltmeisterschaft an Penetranz geschlagen wird. Diese Meisterschaft haben wir allerdings in ein paar Wochen überstanden, mit virtuellen Servern werden wir noch eine Zeit lang konfrontiert werden, vermute ich.

Ich sehe sofort ein, dass man als Entwickler gerne mal ein paar VMWares mit Servern für die Testumgebung aufsetzt, weil man ja doch nicht unbedingt eine Oracle, ein OpenLDAP und noch irgendwelchen anderen Kram auf seiner Kiste laufen haben will. Ob aber auch die Virtualisierung von Produktivsystemen so eine richtig bombige Idee ist, liegt wohl im Auge des Betrachters. Jörg Möllenkamp macht beispielsweise in seinem Artikel über den fraglichen Nutzen der Virtualisierung durchaus den Eindruck eines sehr skeptischen Betrachters, und ich schließe mich da zumindest teilweise an.

Wieso ich skeptisch bin? Ich musste mich in letzter Zeit viel mit Inventarisierung und ITIL-Prozessen rumschlagen, und der Gesichtsausdruck des ITIL-Trainers, als ich ihn nach der Zuordnung von virtuellen Servern, die über verschiedene VMWares hin- und herfloaten gefragt habe, hat einiges ausgesagt. Sieht ganz so aus, als wäre der eine Hype hier nicht ganz so gut für den anderen, und ich bin durchaus gespannt, wie das mal aufgelöst wird.

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