Reiche Klienten mit Spring

Gregor Ottmann | September 26, 2006 on 8:18 am | In Spring, Tools |

Wenn man vor hat, sich eine traditionelle Standalone-Applikation (Neudeutsch: einen “Rich Client” oder auch “reichen Kunden”) zu basteln, statt seine Frontends nur ins Web zu pumpen, sollte man zusehen, dass man sich auf irgendein Framework stützt - sonst macht man sich einfach zuviel Arbeit, die nur dem dem Drumrum zu tun hat, ohne wirklich irgendwie zur Verbesserung der Welt oder der eigentlichen Anwendung beizutragen. Für Java-Coder heißt das typischerweise, sich ein Monster wie NetBeans oder Eclipse ans Bein zu binden, was eventuell für kleine Applikationen minimal überdimensioniert sein könnte.

OK, wir haben also ein Problem mit zu fetten Frameworks und Java, und wie heißt hier die typische Lösung? Kinder, sprecht mir nach: “Spring wird’s richten, Spring ist die Rettung und das Licht im Dunkel!” - etwas lauter bitte! Ja, so ist’s brav, das habe ich bis ins Büro gehört. Und natürlich war das nicht nur inhaltsleeres Dumpfgebrülle, wie man es in diesen Tagen des Oktoberfests in München sehr oft vernimmt, sondern die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr mir James Gosling helfe.

Die Helden vom Spring-Projekt haben nämlich, wie ich leider erst jetzt erfahren habe, neben ihres sowieso schon geilen Webframeworks auch noch ein Framework für die Entwicklung von Java-Desktop-Anwendungen aus dem Boden gestampft, das recht schlank aussieht und optisch einen ziemlich guten Eindruck macht. Erfahrungen kann ich hier noch nicht beitragen, weil ich momentan keine Verwendung dafür habe, aber ich hoffe hier schon bald Kommentare zu lesen, die uns allen sagen, ob das Ding wirklich so gut ist, wie ich es mir von allem erwarte, wo Spring drauf steht.

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