Ein Tag aus dem Leben einer ASP-Seite
Gregor Ottmann | September 27, 2007 on 10:52 am | In .Net, ASP.NET, Know-How | No CommentsMensch, da habe ich es so lange geschafft, mich vor Microsofts Webtechnologien zu drücken, und was passiert mir in diesen Tagen und Wochen? Alle Kunden verlangen auf einmal nach Sharepoint, ich darf mich in den ganzen Kram einarbeiten und stelle plötzlich entsetzt fest, dass ich das Zeug teilweise gar nicht so uncool finde. Ich gebe zu, mich irgendwie schmutzig zu fühlen - aber auf eine Art, die durchaus Sex-Appeal hat. Ich spare mir im Sinne der USK-Einstufung für diese Website detaillierte Vergleiche, die genauer beschreiben würde, wie ich das meine.
Gerade als Umsteiger aus der Java-Welt habe ich allerdings ein paar Stolpersteine gefunden, die nicht ganz ohne sind. Der grundlegendste dieser Steine war wohl die Sache mit dem Lifecycle der ASP-Seiten - ich dachte ganz arrogant, dass ich das als erfahrener J2EE-Anwender schon intutiv raffen würde, und das war ein Irrtum. Irgendwie wurde aber schnell alles klarer, als ich die kurze Einführung in den Lebenszyklus einer ASP-Seite durchgelesen habe, die mir MHenze freundlicherweise empfohlen hat. Wer hätte gedacht, dass in so wenig Text so viel Lebensrettungspotenzial stecken könnte?
Einst XFire, jetzt CXF - einfache Webservices mit Java und Spring
Gregor Ottmann | September 12, 2007 on 7:41 am | In Spring, Tools | No CommentsIch war immer schon ein Freund des SOAP-Toolkits “XFire” - irgendwie hat mir das Tool einfach besser gefallen als das eher komplizierte und verfettete AXIS aus dem Apache-Lager. Mittlerweile schießen sich XFire und Apache allerdings nicht mehr aus, wie ich heute gelesen habe, denn aus XFire und einem anderen Tool namens “Celtix” ist nun das im Apache-Incubator rumliegende Projekt “CXF” geworden. Ich habe gerade mal die Dokumentation überflogen und muss sagen, dass mir das Teil da immer noch besser gefällt als Axis. Insbesondere dann, wenn man seine Webservices aus einem Spring-Container heraus publizieren will und die Microsoft-typische Art, einen Service zu bauen (Interface mit Annotations und aus die Maus) mag, wird man mit CXF sicherlich glücklich werden.
Extraschöne Web-GUIs mit “ExtJS”
Gregor Ottmann | September 10, 2007 on 8:02 am | In AJAX, JavaScript, Tools | 2 CommentsGUI-Toolkits für JavaScript gibt es wie Sand am Meer, nur in größerer Menge. Ich habe auch schon so manches davon gesehen und ausprobiert, von einfachsten Funktionssammlungen bis hin zu richtig dicken Bibliotheken. Dabei habe ich aber selten ein Stück Software gefunden, dessen Output mir so gut gefallen hat wie der des Javascript-GUI-Toolkits “ExtJS”. Mann, ist das Zeug hübsch!
Etwas nachteilig ist höchstens, dass man nicht sofort rafft, womit man es überhaupt zu tun hat, wenn man die oben verlinkte Website ansurft, ohne vorher einen Hinweis zu bekommen. Um meinen geschätzten Lesern die Sucherei zu ersparen, möchte ich deswegen noch kurz auf die Dokumentation zu ExtJS hinweisen. Da gibt es nämlich unter dem Menüpunkt “Examples and Demos” ein paar Beispiele für das, was das Dingsbums eigentlich tut. Sagte ich schon, dass die Komponenten da wirklich sehr hübsch aussehen?
Spring auf .Net
Gregor Ottmann | September 6, 2007 on 11:14 am | In .Net, Spring, Tools | 1 CommentIn letzter Zeit häufen sich bei uns die Projekte, die nicht in der bisher ziemlich dominanten Java-Welt, sondern eher im Microsoft-Umfeld angesiedelt sind. Man merkt durchaus, dass Microsoft mit .Net eine durchaus interessante Plattform geschaffen hat - und der Umstand, dass der aktuelle Sharepoint-Server durchaus einiges “im Ei hat”, dürfte auch nicht schaden.
Jedenfalls hat es sich bei uns so ergeben, dass wir gewisse Projekte mit .Net machen sollten, die sich eigentlich spontan nach klassischen Java/Spring/Hibernate-Anwendungsfällen angehört haben. Da kam es für uns gerade recht, dass es mittlerweile auch eine Spring-Portierung für .Net gibt, die in den ersten Anwendungsszenarien durchaus zu beeindrucken vermochte. Ich selbst war im Projekt nicht dabei, aber das Feedback der Kollegen war durchweg positiv und die Doku zur .Net-Springerei sieht vielversprechend aus. Insbesondere hatte ich den Eindruck, dass hier nicht nur stur portiert, sondern tatsächlich auch an die Besonderheiten der Zielplattform gedacht wurde - das geht bis hin zu dem Punkt, dass gewisse Elemente der XML-Kontexte (”bean”) so umbenannt wurden (”object”), dass sie nach .Net aussehen, statt wie Java-Artefakte in fremder Umgebung zu wirken.
Kurzer Auszug dazu aus einer IM-Diskussion mit einem Entwickler:
GOttmann: Wie würdest Du Spring .Net in einem kurzen Satz beschreiben bzw. beurteilen?
PRogalinski: Funktioniert. Ist so gut wie mit Java.
Ich denke, das sagt letztendlich alles, oder? Zusätzlich habe ich noch diese Links bekommen, die mit den Worten: “Auch gut.” beschrieben wurden:
- NHibernate - Hibernate für .Net
- Log4Net - Logging in der .Net-Welt
- XStream für .Net - alles überallhin serialisieren
So, jetzt wisst Ihr’s. Zieht los und seht Euch .Net mal an, auch wenn Ihr bisher noch nichts damit zu tun hattet - die Plattform ist wirklich durchaus einen Blick wert.
Offenquelliger e-Handel mit Magento
Gregor Ottmann | September 6, 2007 on 10:41 am | In Tools | No CommentsAuf die Frage nach einem Open-Source-Shopsystem antwortet man meistens ganz reflexmäßig “osCommerce”, auch wenn einem möglicherweise bei näherem Nachdenken noch andere Produkte einfallen würden. Vielleicht könnte sich das ändern, wenn das neue Open-Source-Shopsystem “Magento” eines Tages aus dem Betastadium herauswächst.
Da ich zu faul war, mir die aktuelle Previewversion aus dem SVN zu ziehen und sie tatsächlich auszuprobieren, weiß ich zu dem Ding jetzt nicht mehr, als man den Screencasts auf der Homepage entnehmen kann. Das, was man da zu sehen bekommt, wirkt allerdings schon ziemlich schick und von den Features her durchaus ansprechend. Ich denke jedenfalls, dass man das Projekt im Auge behalten sollte - vielleicht wird es ja tatsächlich zu einer osCommerce-Alternative.
Microsoft hilft, Silverlight auf Linux zu portieren
Gregor Ottmann | September 6, 2007 on 10:17 am | In Aktuelles | No CommentsAls Microsoft ein eigenes Konkurrenzprodukt zum verbreiteten “Flash” namens “Silverlight” angekündigt hat, wurde die Initiative von vielen Leuten (inklusive mir selbst) eher belächelt. Wer benutzt schon den MSIE? Und wer will überhaupt eine Alternative zu Flash, das mittlerweile mehr oder weniger überall verfügbar ist? Nee, sowas hat doch keine Chance…
Mittlerweile stehe ich meiner ersten Einschätzung etwas skeptischer gegenüber, insbesondere, seit ich gelesen habe, dass Microsoft die Entwicklung einer Linux-Version des Silverlight-Players ganz offiziell unterstützt. Sollte man im Hause Microsoft etwa verstanden haben, dass man so eine Technologie am besten etablieren kann, indem man sie auch Leuten zugänglich macht, die kein Windows benutzen? Oder wird das eher so eine Nummer, bei der versucht wird, die Technologie zu etablieren, wobei aber später aller Support zurückgenommen wird, damit die Leute eben doch wieder Windows nutzen? Wir werden sehen, aber da ich tendenziell an das Gute im Menschen glaube, begrüße ich diese Microsoftsche Entscheidung sehr.
Wie man dem Browser den Sound klaut
Gregor Ottmann | September 6, 2007 on 8:22 am | In Tools | No CommentsIhr kennt das sicher: Man sitzt im Büro, schaut konzentriert auf den Bildschirm und erweckt den allgemeinen Eindruck extremer Betriebsamkeit. Der Chef freut sich, die Kollegen staunen und in Wirklichkeit surft man nur im Netz rum, hat dafür aber den richtigen Gesichtsausdruck aufgesetzt, der keine dummen Fragen aufkommen lässt. Alles ist also in Butter, bis plötzlich so ein verdammtes Flash-Popup hochkommt, das mit lauter Sounduntermalung für Internetpornographie oder dergleichen wirbt. Alle schauen einen an, die Tarnung ist futsch und man muss mindestens 2-3 Tage tatsächlich arbeiten, um den Verdacht abzuschütteln, dass man in der Arbeitszeit alles tut, nur nicht arbeiten. Lästig.
Erfreulicherweise gibt es eine Lösung, auf die mich PRogalinski aufmerksam gemacht hat. Das unfassbar nützliche Tool “Flashmute” knipst den Sound des Browsers einfach aus und bietet im System Tray ein Icon, über das man zukünftig die Lautstärke des nervigen Browsersounds regulieren oder diesen ganz abschalten kann. Endlich wird man von Websites verschont, deren Entwickler (oder die zugehörigen Kunden) von der total hirnlosen Idee überzeugt waren, dass Websites mit Sound toll sind. Endlich kann man beruhigt auf MySpace-Links klicken, ohne mit sofortiger Tokyo-Hotel-Beschallung rechnen zu müssen. Endlich kann man bei der Arbeit angstfrei Erotikseiten besuchen. Man fragt sich eigentlich nur, wieso sowas nicht standardmäßig in jedem Browser eingebaut ist.
Hochverfügbare Indianerklumpen mit LVS
Gregor Ottmann | September 6, 2007 on 8:22 am | In Know-How | No CommentsHochverfügbarkeit ist eines von diesen Themen, die bei der Entwicklung von Webapplikationen immer mal wieder auftauchen und die öfter für Verzweiflungsanfälle verantwortlich sind, als man denken würde. Aus diesem Grund möchte ich auf den exzellenten Artikel über ausfallsicheres Clustering von Apache-Servern verweisen, den mir PRogalinski neulich empfohlen hat. Mit dem, was man aus diesem Artikel lernen kann, sollte man bereits als mäßig talentierter Linux-Admin in der Lage sein, eine ziemlich brauchbare Lösung für Anwendungsfälle wie die Auslieferung statischer HTML-Seiten oder die Verarbeitung von PHP-Kram zu basteln - in letzterem Fall empfehle ich allerdings noch etwas Recherche bezüglich der zugehörigen geclusterten Datenbank und freue mich darüber, wenn entsprechende Links in den Kommentaren zu diesem Post auftauchen.
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