Wie man dem Browser den Sound klaut

Gregor Ottmann | September 6, 2007 on 8:22 am | In Tools |

Ihr kennt das sicher: Man sitzt im Büro, schaut konzentriert auf den Bildschirm und erweckt den allgemeinen Eindruck extremer Betriebsamkeit. Der Chef freut sich, die Kollegen staunen und in Wirklichkeit surft man nur im Netz rum, hat dafür aber den richtigen Gesichtsausdruck aufgesetzt, der keine dummen Fragen aufkommen lässt. Alles ist also in Butter, bis plötzlich so ein verdammtes Flash-Popup hochkommt, das mit lauter Sounduntermalung für Internetpornographie oder dergleichen wirbt. Alle schauen einen an, die Tarnung ist futsch und man muss mindestens 2-3 Tage tatsächlich arbeiten, um den Verdacht abzuschütteln, dass man in der Arbeitszeit alles tut, nur nicht arbeiten. Lästig.

Erfreulicherweise gibt es eine Lösung, auf die mich PRogalinski aufmerksam gemacht hat. Das unfassbar nützliche Tool “Flashmute” knipst den Sound des Browsers einfach aus und bietet im System Tray ein Icon, über das man zukünftig die Lautstärke des nervigen Browsersounds regulieren oder diesen ganz abschalten kann. Endlich wird man von Websites verschont, deren Entwickler (oder die zugehörigen Kunden) von der total hirnlosen Idee überzeugt waren, dass Websites mit Sound toll sind. Endlich kann man beruhigt auf MySpace-Links klicken, ohne mit sofortiger Tokyo-Hotel-Beschallung rechnen zu müssen. Endlich kann man bei der Arbeit angstfrei Erotikseiten besuchen. Man fragt sich eigentlich nur, wieso sowas nicht standardmäßig in jedem Browser eingebaut ist.

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