Excelfiles einfach generieren mit Flexcel
Gregor Ottmann | April 10, 2008 on 7:46 am | In .Net, ASP.NET, Tools |Eine Warnung vorweg: Die nachfolgende Toolempfehlung kostet Geld. Im Grunde ist das Teil zwar spottbillig, aber wenn man aus Prinzip nix benutzen mag, für das man seine $$$ auf den Tisch werfen muss, sollte man jetzt eine andere News lesen.
Also. Wir mussten neulich für einen Kunden Excel-Files erzeugen, und zwar total komplizierte. Das Ganze durfte natürlich keine Excel-Installation auf dem Server voraussetzen, und CSV war definitiv keine Option, logo. Ein Fluch bildete sich schon auf unseren Lippen, als Paul ein Toolkit fand, das sich zur Rettung unserer Hinterteile in letzter Sekunde eignete: TMS Flexcel Studio for .Net.
Dieses Flexcel-Dings kann nicht nur beliebige Excel-Dateien einlesen, die darin enthaltenen Formeln berechnen, die Inhalte beliebig verändern und dann wieder eine Excel-Datei ausspucken. Nein, das wäre ja noch harmlos. Es enthält auch eine Reporting-Engine und kann Excel-Files als PDF oder HTML rendern, wobei Excel-Charts als PNG ausgegeben werden. Besonders geil ist das beiligende Tool, das eine beliebige Excel-Datei einlesen und daraus den Sourcecode in C#, VB oder Delphi generieren kann, den man bräuchte, um die Quelldatei programmatisch zu erzeugen… Das muss man echt mal gesehen haben.
Ach ja: Der Sourcecode der gesamten Komponente inklusive PDF-Library liegt bei, wenn man das Tool für sagenhaft günstige 125 EUR pro Entwickler kauft. Für 495 EUR gibt’s eine “Site Licence”, die dann von beliebig vielen Entwicklern einer Firma benutzt werden darf - da kann man nicht meckern. Insbesondere dann nicht, wenn man sich überlegt, wieviel eine Excel-Lizenz für den Server kosten würde. Oder die Eigenentwicklung so einer Killerkomponente.
Und nein, ich bin nicht zum reinen Microsoftie verkommen. Ich arbeite halt momentan mehr oder weniger ausschließlich mit dem Zeugs, hoffe aber darauf, irgendwann mal wieder was mit Java machen zu dürfen - und dann kriegt Ihr auch wieder Blogposts, die sich nicht um den MS-Krempel drehen.
2 Kommentare »
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Mh, super Programmtip! Wenn man bedenkt, wie oft ein Kunde etwas mit oder in Excel gemacht/reported haben will sind die 125 Euro pro Lizenz echt fast geschenkt. Vor allem das Generieren des Sourcecodes eines Excelfiles hört sich spannend an
Kommentar von Stephan — April 10, 2008 #
Ja, und eine unbeschränkte Trial gibt es auch, so dass man eigentlich nicht viel falsch machen kann. Wir sind hier auch ziemlich angetan von dem Tool.
Kommentar von Gregor Ottmann — April 10, 2008 #