Java verteilt mit Kilim schnelle Nachrichten

Gregor Ottmann | Juni 27, 2008 on 9:53 am | In Know-How, Tools | No Comments

Kennt Ihr dieses komische Gefühl, das einem beim Lesen eines Papers oder Verfolgen eines Vortrags überfällt? Dieses ungeile Gefühl, dass so ungefähr jeder Softwaremuckel da draußen so viel krasser als man selbst drauf ist, dass einem davon komisch wird? Nein? Dann schaut Euch mal den Vortrag über Message Passing mit Java und der Library “Kilim” an, den MHenze mir empfohlen hat.

OK, ich kriege nicht wirklich Komplexe, weil ich immerhin in der Lage bin, sowohl das Problem als auch den Lösungsansatz zu begreifen - nur komme ich mir irgendwie minderwertig vor, weil ich noch nie ein Problem hatte, das so einen wunderbar abstrakten, abgehobenen und irgendwie erregenden Lösungsweg erfordert hätte. Es sieht so aus, als müsste ich mir dringend ein paar ausgefallene Probleme, einen abgefahrenen Akzent und einen Satz wirklich feiner Ideen besorgen, um mich selbst wieder richtig ernst nehmen zu können.

Ach ja, einen direkten Link zur Projektpage von Kilim kriegt Ihr natürlich auch noch. Ich bin ja nicht so.

Location Based Services mit ALOQA

Gregor Ottmann | Mai 13, 2008 on 10:02 am | In Tools | No Comments

Wir hatten schon vor einiger Zeit mit Leuten von der Uni München zu tun, die an einer API für die Realisierung von “Location Based Services” gebastelt haben, d.h. an Code für die Umsetzung von Funktionen, die auf die Position von Mobilgeräten reagieren. Als Uni-Projekt sah das schon nicht uninteressant aus, und heute habe ich von unserem damaligen Kontakt erfahren, dass mittlerweile eine Firma für die Sache gegründet wurde, bei der besagter Kontakt geschäftsführert, die “ALOQA GmbH“.

Das Projekt von damals ist ziemlich gewachsen, inzwischen gibt es APIs für Android, normales Java und JavaScript - eine Version für Windows Mobile ist auch schon angekündigt. Ich hatte jetzt noch nicht wirklich die Gelegenheit, mir das alles im Detail anzusehen, aber die Entwickler-Website von ALOQA macht schon mal einen sehr guten Eindruck. Es scheint viel Doku zu geben und Beispiele habe ich auch gesehen - was will man mehr? Eine geeignete Lizenz vielleicht noch, aber die gibt es nach Aussage meines Kontakts scheinbar auch. Ich zitiere:

Alle Schnittstellen und Softwaremodule können gemäß den Nutzungsbedingungen in einem bestimmten Rahmen kostenlos verwendet werden, solange der entwickelte Dienst / die mobile Anwendung Endnutzern kostenlos zur Verfügung steht.

Klingt nicht verkehrt. Muss ich mir gelegentlich näher ansehen.

Excelfiles einfach generieren mit Flexcel

Gregor Ottmann | April 10, 2008 on 7:46 am | In .Net, ASP.NET, Tools | 2 Comments

Eine Warnung vorweg: Die nachfolgende Toolempfehlung kostet Geld. Im Grunde ist das Teil zwar spottbillig, aber wenn man aus Prinzip nix benutzen mag, für das man seine $$$ auf den Tisch werfen muss, sollte man jetzt eine andere News lesen.

Also. Wir mussten neulich für einen Kunden Excel-Files erzeugen, und zwar total komplizierte. Das Ganze durfte natürlich keine Excel-Installation auf dem Server voraussetzen, und CSV war definitiv keine Option, logo. Ein Fluch bildete sich schon auf unseren Lippen, als Paul ein Toolkit fand, das sich zur Rettung unserer Hinterteile in letzter Sekunde eignete: TMS Flexcel Studio for .Net.

Dieses Flexcel-Dings kann nicht nur beliebige Excel-Dateien einlesen, die darin enthaltenen Formeln berechnen, die Inhalte beliebig verändern und dann wieder eine Excel-Datei ausspucken. Nein, das wäre ja noch harmlos. Es enthält auch eine Reporting-Engine und kann Excel-Files als PDF oder HTML rendern, wobei Excel-Charts als PNG ausgegeben werden. Besonders geil ist das beiligende Tool, das eine beliebige Excel-Datei einlesen und daraus den Sourcecode in C#, VB oder Delphi generieren kann, den man bräuchte, um die Quelldatei programmatisch zu erzeugen… Das muss man echt mal gesehen haben.

Ach ja: Der Sourcecode der gesamten Komponente inklusive PDF-Library liegt bei, wenn man das Tool für sagenhaft günstige 125 EUR pro Entwickler kauft. Für 495 EUR gibt’s eine “Site Licence”, die dann von beliebig vielen Entwicklern einer Firma benutzt werden darf - da kann man nicht meckern. Insbesondere dann nicht, wenn man sich überlegt, wieviel eine Excel-Lizenz für den Server kosten würde. Oder die Eigenentwicklung so einer Killerkomponente.

Und nein, ich bin nicht zum reinen Microsoftie verkommen. Ich arbeite halt momentan mehr oder weniger ausschließlich mit dem Zeugs, hoffe aber darauf, irgendwann mal wieder was mit Java machen zu dürfen - und dann kriegt Ihr auch wieder Blogposts, die sich nicht um den MS-Krempel drehen.

Configgerationiere Deine web.config mit ASPHere!

Gregor Ottmann | Februar 13, 2008 on 9:01 am | In ASP.NET, Tools | No Comments

Diese Deskriptoren machen mich ganz deskriptiv, egal für welche Technologie. Wenn ich eine web.xml basteln muss, werde ich ganz kribbelig und glaubt mir - bei einer web.config für ASP.NET ist das kein Stück besser. Können diese blöden Websites nicht einfach genau das tun, was ich mir so denke, statt von mir zu verlangen, dass ich es vernünftig aufschreibe? Ist das etwa zuviel verlangt? Scheinbar schon.

Dank PRogalinski ist der Schmerz zumindest bei der ASP-Konfickelei jetzt aber etwas weniger schlimm, denn er hat mir das web.config-Editiertooldings “ASPHere” gezeigt, von dem ich ziemlich begeistert bin. OK, ich habe es nur mal kurz ausprobiert, aber meine vorhandenen Dateien konnte es einlesen und bearbeiten, ohne Fehler zu spucken - das ist ein gutes Zeichen.

ASPHere

Besonders fein finde ich bei dem Tool noch nicht mal unbedingt, dass man visuell configgen kann, sondern dass man eine übersichtliche Liste der möglichen Optionen nebst Hilfestexten, Tooltips und Links zu MSDN hat. Meistens ist es schließlich gar nicht so arg schwer, den Kram hinzuschreiben - nur weiß man halt von den meisten Optionen gar nicht, dass es sie überhaupt gibt, und da hilft so ein Optionsbrowser doch enorm. Wer sich mit ASP rumschlagen muss, sollte jedenfalls mal einen Blick auf das Dings werfen.

Mittlerweile quartzt auch .Net

Gregor Ottmann | Oktober 12, 2007 on 12:20 pm | In .Net, Tools | No Comments

Irgendwie habe ich derzeit das Gefühl, dass so ziemlich alles, was an Java gut und erstrebenswert ist, auf .Net portiert wird. Beispielsweise war “Quartz” für mich immer schon so ein “no brainer”, wenn ich in Java irgendwelche Dinge zeitabhängig ausführen musste - und heute habe ich zufällig gesehen, dass es mittlerweile auch eine .Net-Version dieses Scheduler-Tools gibt.

Gut, mit der microsoften Version des Minerals ist man scheinbar noch nicht ganz so weit, wie es in der Java-Welt der Fall ist, und auch eine passende Integration in Spring.net scheint es noch nicht zu geben, aber so weit ich es aus dem Tutorial erkennen kann, ist die Entwicklung auf jeden Fall weit genug, um einen Test zu rechtfertigen. Falls man mal unter .Net schedulieren muss natürlich, ansonsten kann man seine Zeit sicher mit angenehmeren Beschäftigungen totschlagen.

Grafische Editoren mit der Visual Library von Netbeans

Gregor Ottmann | Oktober 2, 2007 on 7:41 am | In NetBeans, Tools | No Comments

MHenze hat mir heute einen Link zu einem Screencast geschickt, und weil ich mir im Büro eigentlich keine Videos ansehe, hat es etwas Überzeugungsarbeit benötigt, um mich zum Betrachten des Screencasts über die neue “Visual Library” von NetBeans zu bringen. Naja, OK, der Hinweis “Das ist besser als Arbeiten, oder?” hat eigentlich ausgereicht, wenn ich ehrlich bin. Jedenfalls war ich extrem begeistert von dem, was ich dort gesehen habe… Mit diesem kostenlosen Toolkit kann man nämlich Graphen aus verbundenen Widgets extrem einfach auf den Schirm bringen, und man muss dafür nicht mal das NetBeans-Framework benutzen, sondern kann den ganzen Schmarrn auch in ganz normale Swing-Applikationen einbauen. Affengut, wirklich.

Ich könnte jetzt stundenlang davon schwärmen, wie geil das alles ist, aber viel besser ist es, wenn Ihr Euch einfach die 18 Minuten nehmt, um das oben verlinkte Video mal anzusehen. Schart ein paar Entwickler um Euch, holt Popcorn und Bier, macht ein Event draus - aber lasst Euch das bitte nicht entgehen, ja? Und wenn Ihr fertig mit dem Teil seid, klickt Ihr noch auf den Link zur Projekthomepage für die Lib da und zieht Euch die Details rein, bevor Ihr mit der Coderei anfangt.

Einst XFire, jetzt CXF - einfache Webservices mit Java und Spring

Gregor Ottmann | September 12, 2007 on 7:41 am | In Spring, Tools | No Comments

Ich war immer schon ein Freund des SOAP-Toolkits “XFire” - irgendwie hat mir das Tool einfach besser gefallen als das eher komplizierte und verfettete AXIS aus dem Apache-Lager. Mittlerweile schießen sich XFire und Apache allerdings nicht mehr aus, wie ich heute gelesen habe, denn aus XFire und einem anderen Tool namens “Celtix” ist nun das im Apache-Incubator rumliegende Projekt “CXF” geworden. Ich habe gerade mal die Dokumentation überflogen und muss sagen, dass mir das Teil da immer noch besser gefällt als Axis. Insbesondere dann, wenn man seine Webservices aus einem Spring-Container heraus publizieren will und die Microsoft-typische Art, einen Service zu bauen (Interface mit Annotations und aus die Maus) mag, wird man mit CXF sicherlich glücklich werden.

Extraschöne Web-GUIs mit “ExtJS”

Gregor Ottmann | September 10, 2007 on 8:02 am | In AJAX, JavaScript, Tools | 2 Comments

GUI-Toolkits für JavaScript gibt es wie Sand am Meer, nur in größerer Menge. Ich habe auch schon so manches davon gesehen und ausprobiert, von einfachsten Funktionssammlungen bis hin zu richtig dicken Bibliotheken. Dabei habe ich aber selten ein Stück Software gefunden, dessen Output mir so gut gefallen hat wie der des Javascript-GUI-Toolkits “ExtJS”. Mann, ist das Zeug hübsch!

Etwas nachteilig ist höchstens, dass man nicht sofort rafft, womit man es überhaupt zu tun hat, wenn man die oben verlinkte Website ansurft, ohne vorher einen Hinweis zu bekommen. Um meinen geschätzten Lesern die Sucherei zu ersparen, möchte ich deswegen noch kurz auf die Dokumentation zu ExtJS hinweisen. Da gibt es nämlich unter dem Menüpunkt “Examples and Demos” ein paar Beispiele für das, was das Dingsbums eigentlich tut. Sagte ich schon, dass die Komponenten da wirklich sehr hübsch aussehen?

Spring auf .Net

Gregor Ottmann | September 6, 2007 on 11:14 am | In .Net, Spring, Tools | 1 Comment

In letzter Zeit häufen sich bei uns die Projekte, die nicht in der bisher ziemlich dominanten Java-Welt, sondern eher im Microsoft-Umfeld angesiedelt sind. Man merkt durchaus, dass Microsoft mit .Net eine durchaus interessante Plattform geschaffen hat - und der Umstand, dass der aktuelle Sharepoint-Server durchaus einiges “im Ei hat”, dürfte auch nicht schaden.

Jedenfalls hat es sich bei uns so ergeben, dass wir gewisse Projekte mit .Net machen sollten, die sich eigentlich spontan nach klassischen Java/Spring/Hibernate-Anwendungsfällen angehört haben. Da kam es für uns gerade recht, dass es mittlerweile auch eine Spring-Portierung für .Net gibt, die in den ersten Anwendungsszenarien durchaus zu beeindrucken vermochte. Ich selbst war im Projekt nicht dabei, aber das Feedback der Kollegen war durchweg positiv und die Doku zur .Net-Springerei sieht vielversprechend aus. Insbesondere hatte ich den Eindruck, dass hier nicht nur stur portiert, sondern tatsächlich auch an die Besonderheiten der Zielplattform gedacht wurde - das geht bis hin zu dem Punkt, dass gewisse Elemente der XML-Kontexte (”bean”) so umbenannt wurden (”object”), dass sie nach .Net aussehen, statt wie Java-Artefakte in fremder Umgebung zu wirken.

Kurzer Auszug dazu aus einer IM-Diskussion mit einem Entwickler:

GOttmann: Wie würdest Du Spring .Net in einem kurzen Satz beschreiben bzw. beurteilen?

PRogalinski: Funktioniert. Ist so gut wie mit Java.

Ich denke, das sagt letztendlich alles, oder? Zusätzlich habe ich noch diese Links bekommen, die mit den Worten: “Auch gut.” beschrieben wurden:

So, jetzt wisst Ihr’s. Zieht los und seht Euch .Net mal an, auch wenn Ihr bisher noch nichts damit zu tun hattet - die Plattform ist wirklich durchaus einen Blick wert.

Offenquelliger e-Handel mit Magento

Gregor Ottmann | September 6, 2007 on 10:41 am | In Tools | No Comments

Auf die Frage nach einem Open-Source-Shopsystem antwortet man meistens ganz reflexmäßig “osCommerce”, auch wenn einem möglicherweise bei näherem Nachdenken noch andere Produkte einfallen würden. Vielleicht könnte sich das ändern, wenn das neue Open-Source-Shopsystem “Magento” eines Tages aus dem Betastadium herauswächst.

Da ich zu faul war, mir die aktuelle Previewversion aus dem SVN zu ziehen und sie tatsächlich auszuprobieren, weiß ich zu dem Ding jetzt nicht mehr, als man den Screencasts auf der Homepage entnehmen kann. Das, was man da zu sehen bekommt, wirkt allerdings schon ziemlich schick und von den Features her durchaus ansprechend. Ich denke jedenfalls, dass man das Projekt im Auge behalten sollte - vielleicht wird es ja tatsächlich zu einer osCommerce-Alternative.

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