SDL: XML für die, denen JSON nicht exotisch genug ist

Gregor Ottmann | April 14, 2008 on 11:35 am | In Know-How, Vermischtes | No Comments

Du besitzt einen Mac und weigerst Dich standhaft, in reinen Microsoft-Umgebungen auch mal einen Windows-PC zu verwenden? Du würdest Dich lieber von einer Klippe stürzen, als eine Webapplikation mit J2EE oder .Net statt mit Ruby, Python oder INTERCAL zu realisieren? XML war für Dich nie ein Thema und JSON ärgert Dich inzwischen damit, dass es nicht mehr hip und obskur genug ist? Du bezeichnest jedes Programm, dass von mehr als 2 Leuten auf dem Planeten verstanden wird, als “Mainstreamkacke”?

Du solltest Dir unbedingt mal SDL ansehen, das wird Dir gefallen.

Noch mehr kostenlose Icons für uns Entwickler

Gregor Ottmann | Januar 2, 2008 on 8:29 am | In Vermischtes | No Comments

Vor länglicher Zeit hatte ich schon mal auf ein paar praktische Icns verwiesen, derer man sich als Entwickler bedienen kann, wenn man grafisch so jämmerlich untalentiert ist, wie ich es bin. Heute bin ich jetzt über eine Aufstellung kostenlos verfügbarer Icons gestolpert, die nicht nur auf die damals schon angepriesenen FamFamFam-Ikonen verweist, sondern auch noch 24 andere Quellen für die kleinen Klickibuntis nennt. Da man im Leben nicht mit nur einem Iconset glücklich wird (genau so wenig wie mit nur einer Biermarke), konnte ich Euch diese Information natürlich keineswegs vorenthalten…

Ach, bevor ich es vergesse: Ich wünsche allen Lesern ein stressfreies 2008, in dem hoffentlich möglichst viele Customer da abgeholt werden können, wo ihr Schmerz sitzt - idealerweise im Sinne eines Quick Win aus der Kategorie “low hanging fruit”, der unter Nutzung möglichst vieler Synergieeffekte viel Freizeit zum Zelebrieren nächtelanger Bullshit-Bingo-Sitzungen übrig lässt.

Comments mal deaktiviert

Gregor Ottmann | Dezember 21, 2007 on 1:59 pm | In Vermischtes | Comments Off

Nachdem hier in letzter Zeit endlose Mengen fiesen Commentspams eingetrudelt sind, durch die ich ständig irgendwas wegmoderieren musste, habe ich die Kommentare vorläufig komplett ausgeknipst. Mit etwas Glück kriege ich im neuen Jahr eine neue Version von Wordpress, in der die Option “Users must be logged in to comment” eventuell sogar funktioniert… In dem Fall würde ich reaktivieren.

Das Fliegengewicht, ein offensichtlich leichtes Entwurfsmuster

Gregor Ottmann | Mai 24, 2007 on 12:46 pm | In Know-How, Vermischtes | No Comments

Ich möchte diesen Post mit einem Reim beginnen

Es nützt dem RAM auf lange Sicht

das Pattern namens “Fliegengewicht”

Diese Zeilen sind insofern bemerkenswert, als sie nicht nur demonstrieren, dass ich das berüchtigte “Flyweight” durchaus verstanden habe, sondern auch unmissverständlich zeigen, dass man mich nicht als Dichter beschäftigen sollte. Nicht mal dann, wenn man sonst gar keinen Dichter hätte.

Sehr wohl empfehlenswert ist dahingegen die Lektüre des Artikels über das “Flyweight”-Pattern, den ich irgendwann neulich gelesen und dann in meinem Posteingang gebunkert hatte, bis mal wieder genug Zeit für ein Blog-Posting war. Der zeigt einem nämlich nicht nur, warum man in Java so manches halt tut, wie man es nun mal tut, sondern auch, was man sonst noch alles so tun kann. Nützlich, lehrreich und völlig frei von schlechter Poesie, so schätze ich die Artikel, auf die ich hier verweise.

Hirntod durch Zusammenführung: Mergen in Subversion

Gregor Ottmann | Mai 24, 2007 on 12:11 pm | In Know-How, Vermischtes | No Comments

“Subversion ist toll”, haben sie alle gesagt, “nimm das statt CVS”. Nun gut, nachdem die Annahme, dass 12 Milliarden Fliegen sich nicht irren können, sich schon massiv auf meinen Speiseplan ausgewirkt hat, befolgte ich auch diesen Rat und ließ mir für ein Projekt vom lieben Admin Subversion einrichten, statt mal wieder CVS zu verwenden. Die Features klingen ja auch toll, gerade bezüglich des Verschiebens von Dateien ohne Verlust der gespeicherten Versionshistorie, da kann man nix sagen.

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie erstaunt ich war, als man mir sagte, dass SVN sowas wie einen “Branch” nicht kennt und dass man stattdessen halt einfach das Repository kopiert. Ja, OK, das mag bei SVN ohne allzu heftige Platzverschwendung gehen, aber trotzdem… Wer lässt sich denn sowas einfallen? War derjenige vielleicht betrunken? Man weiß es nicht, man munkelt nur.

Jedenfalls habe ich mich so weit mit dem “branch by copy”-System arrangiert. Man muss es nicht lieben, solange es irgendwie funktioniert, sage ich mir immer. Dann kopiere ich halt, ist mir doch egal. Pfft!

Bisher gab es für mich erfreulicherweise auch noch nie eine Situation, in der ich zwei Zweige des Reporitories hätte zusammenführen müssen (wir Informatiker nennen das “mergen”), und das mag eventuell gut sein. Ich habe nämlich heute eine Mail von CSpeldrich bekommen, die mich vermuten lässt, dass ich an dem Versuch kläglich gescheitert wäre - ich zitiere einfach mal den Hinweis, der mir ein leichtes Frösteln über den Rücken gejagt hat:

But which two trees should be compared? At first glance, the answer may seem obvious: just compare the latest trunk tree with your latest branch tree. But beware-this assumption is wrong, and has burned many a new user!

Ja, wie jetzt? Wenn ich nicht den Brantsch mit dem Trunken vergleichen bzw. mergen soll, was dann? Die Antwort hat das leichte Frösteln im Rückenbereich in eine dicke Eisschicht verwandelt:

To express only the changes that happened on your branch, you need to compare the initial state of your branch to its final state. Using svn log on your branch, you can see that your branch was created in revision 341. And the final state of your branch is simply a matter of using the HEAD revision. That means you want to compare revisions 341 and HEAD of your branch directory, and apply those differences to a working copy of the trunk.

Ok, alles klar. Ist ja ganz logisch, dass ich den Punkt, an dem ich verzweigt habe, mit dem aktuellen Zustand… Ach, komm, geh weg, die spinnen doch alle. Die haben nicht nur gesoffen, die haben genmanipuliertes Gras gekifft wie die kaputten Öfen, als die sich das haben einfallen lassen. Die haben das doch alles in INTERCAL implementiert und Zusatzmodule in Ook! dazugebaut. Es mag die Aussage eines elenden Weichhais sein, aber ich will mein CVS zurück.

Beide Zitate stammen übrigens aus dem SVN-Buch von Red Bean, und zwar von dieser Stelle hier. Ich danke CSpeldrich für den Link und dem Schicksal dafür, dass es auch noch andere Versionskontrollsysteme gibt.

XSLT 2.0 in wenigen Worten

Gregor Ottmann | Mai 21, 2007 on 12:17 pm | In Aktuelles, Vermischtes | No Comments

Was soll ich sagen: In XSLT2 gibt es endlich nur noch Node-Sets, keine Tree-Fragments mehr. Juhuu, es geschehen noch Zeichen und Wunder!

Ja, OK, vermutlich war das für Leute, die sich intensiv mit der Thematik beschaffen, keine wirklich neue Information - aber für Gelegenheitstransformatoren wie mich mag es ein unerwarteter Grund zur Freude sein. Für alle anderen verweise ich noch schnell auf eine Funktionsreferenz für XPath2, die im anderen Artikel für meinen Geschmack etwas zu unauffällig verlinkt wurde, so dass ich hier nochmal mit einem etwas prominenteren Verweis nachlegen will.

SSH als Dateisystem für Linux

Gregor Ottmann | Mai 21, 2007 on 10:41 am | In Know-How, Tools, Vermischtes | 5 Comments

Meine private Website wird auf einem Server gehostet, der nach außen hin sinnvoll dicht gemacht wurde: FTP und Co. sind aus, jeglicher Zugriff geht nur über SSH mit Public-Key-Authentifikation. Das ist schön und halbwegs sicher, es als bequem zu bezeichnen, zeugt jedoch von nicht unerheblicher Leidensfähigkeit. Lokal arbeiten und dann immer explizit auf den Server kopieren rockt einfach nicht, ich will mein externes Webroot als Laufwerk (Windows-Denke) oder gemountetes Dateisystem (Linux-Nomenklatur).

An dieser Stelle ahlt es sich aus, dass ich neulich alle meine Privatrechner konsequent auf Ubuntu umgestellt habe. Die folgende Zeile war nämlich im Grunde das Ende meiner Qualen:

sudo apt-get install sshfs

Damit wurde nämlich die endlos coole Software “sshfs”, mit der man per SSH zugängliche Verzeichnisse als Dateisystem mounten kann, installiert - und schon kurz danach hatte ich unter “~/website” alles, was ich haben wollte. Ich liebe es, um es noch mit vorsichtigen Worten auszudrücken. Weniger vorsichtig gewählte Worte würden auf körperliche Reaktionen hinweisen, auf die ich in diesem Blog nicht näher eingehen will…

Als Zusatzinfo möchte ich noch auf ein nettes HowTo bei nixCraft hinweisen, das fast alle wichtigen Hinweise enthält - außer dem, dass die User, die auf sshfs zugreifen sollen, Mitglied der Gruppe “fuse” sein müssen. Wahlweise kann man auch globale Zugriffsrechte auf “/usr/bin/fusermount” und “/dev/fuse” vergeben, aber eins von beiden muss man tun, wenn das alles richtig klappen soll.

Windows-User sehen übrigens mal wieder in die Röhre, aber damit muss man in solchen Angelegenheiten halt leben, wenn man sich für Fenster statt Pinguine entscheidet.

Mit Apache gegen das Active Directory anmelden

Gregor Ottmann | Mai 4, 2007 on 8:08 am | In Know-How, Vermischtes | No Comments

Irgendwie ist es schon blöde, wenn man alle Mitarbeiter brav in das firmeneigene Active Directory eingetragen hat, für die Anmeldung am Intranet aber trotzdem alle nochmal erfassen muss, weil das tolle selbstgestrickte Anmeldedatenbankdings vom AD ungefähr soviel weiß wie ich von der Reisernte in Südwestchina. Klar, sowas sichert einen Administratorenarbeitsplatz, aber wer will sowas schon sichern, wenn man von der Kohle auch einen zusätzlichen Entwickler finanzieren kann? Ja, OK, der Admin, aber den fragt ja traditionell keiner.

Nun wollen wir also zur gepflegten Arbeitsplatzvernichtung (neudeutsch: “Kosteneffizienzmaximierung”) schreiten und uns das HowTo für die Active-Directory-Anmeldung mit Apache und mod_auth_ldap ansehen, auf das mich PRogalinski aufmerksam gemacht hat. Der ist übrigens Entwickler, kein Admin - ein Schleim, wer böses dabei denkt.

Wie Oracle IBM disst

Gregor Ottmann | März 20, 2007 on 10:29 am | In Datenbanken, Vermischtes | No Comments

Ich sehe mir ja derzeit kostenlose Datenbanken mit XML-Dingsbums an, weil ich ganz gerne das MySQL-Bumsdings als Entwicklungsplattform ablösen würde. Gestern habe ich mir DB2-Papers reingezogen, heute schaufle ich mir Oracle in den Kopf - und dabei bin ich auf ein Paper gestoßen, das ich der geschätzen Leserschaft keineswegs vorenthalten will: Einen von Oracle publizierten Vergleich von XML in Oracle 10g mit dem XML-Bingsdums in DB2 (Viper).

Wir alle wissen natürlich, dass man das, was eine Firma über die Konkurrenz schreibt, stets mit der sprichwörtlichen Prise Salz konsumieren sollte. Dennoch ist die Lektüre dieses Papiers lohnend, weil man einen Eindruck davon bekommt, wie die mit dem roten Logo sich im Vergleich zu denen mit den gestreiften Buchstaben positionieren. Abgesehen davon fand ich schon den Untertitel des Papers (”De-Fanging Viper”) recht gut und konnte mir beim Einleitungszitat des ersten Abschnitts ein Grinsen nicht verkneifen:

A viper without fangs is like a rope - indian proverb

Sehr schön. Dabei weiß doch spätestens seit dem Herrn der Ringe wirklich jeder, dass man immer ein Seil dabei haben sollte - das ist im Rucksack viel sympathischer als eine Giftschlange! Wie dem auch sei, ich werde mich mal weiter in die Papers stürzen und eventuell gelegentlich mal berichten, was für eine Meinung ich mir so gebildet habe.

(Ach ja, für diejenigen, die nicht nur den Vergleich, sondern auch die reinen Technikschmankerl wollen, empfehle ich den technischen Überblick über die XML-Features der aktuellen Oracle. Wenn nur die Hälfte von dem, was da steht, tatsächlich so funktioniert, ist das System schon durchaus relativ sehr arg geil.)

Praktische Applikations-Icons

Gregor Ottmann | März 19, 2007 on 11:52 am | In Vermischtes | 1 Comment

Wenn man Applikationen bastelt, braucht man früher oder später ein paar typische Standardicons - neue Datei, speichern, einen Mülleimer, ein Symbol für das beenden der Applikation, Icons für OK/Cancel - Ihr könnt Euch vorstellen, was ich meine. Genau diese Standardicons gehören zu den Grafiken, die am häufigsten “mal eben zusammengepixelt” werden, und die Ergebnisse sind oft absolut schauderhaft. Merke: Der gemeine Programmierer ist kein Künstler. Auch kein Schriftsteller, aber das ist ein anderes Thema, auf das ich irgendwann unter der Überschrift “Dokumentation, die Hirnkrebs verursacht” zurückkommen werde.

Zurück zum Icon. Wenn man sowas braucht, es nicht selber machen will und Google anwirft, kriegt man im Regelfall erstmal 392864523784 Ergebnisse für kommerzielle Iconpacks, von denen 70% auf Seiten verweisen, unter denen man vor allem gute Rootkits runterladen kann. Der Fund einer Sammlung praktischer Standardicons unter Creative-Commons-Lizenz durch PRogalinski kann also als absolut meldungswürdig gelten, weswegen ich hier genau dieses tue, nämlich melden. Wer noch mehr gute Seiten dieser Art kennt, möge diese bitte in Kommentaren zu diesem Beitrag mit dem Rest der Welt teilen.

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